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Häufig gestellte Fragen!

Das neue Berufsbild „Notfallsanitäter/in“ wird durch eine auf 3 Jahre verlängerte Ausbildungszeit und einen verbesserte Praktikumsstruktur das theoretische Wissen und die praktischen Handlungs- und Entscheidungskompetenzen des nichtärztlichen Rettungsfachpersonals verbessern und dadurch die präklinische Versorgung von Notfallpatienten bis zum Eintreffen des Notarztes optimieren.

Eine weitere Veränderung wird die Ausbildungsvergütung gemäß Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD - Teil Pflege) sein.

Das Notfallsanitätergesetz (NotSanG) als Grundlage der Ausbildung und Prüfung von Notfallsanitätern ist in Kraft getreten.

Das bisherige Rettungsassistentengesetz und die zugehörige Ausbildungs- und Prüfungsverordnung waren bis Ende 2014 gültig. Alle vor dem 31.12.2014 begonnenen Ausbildungen zum Rettungsassistenten können in jedem Fall beendet werden. Hier kann mit einem weiteren Aufbaulehrgang und einer Ergänzungsprüfung die Qualifikation "Notfallsanitäter/in" erreicht werden.

Neben der gesundheitlichen und geistigen Eignung müssen die Auszubildenden mindestens über den mittleren Schulabschluss oder einen Hauptschulabschluss mit einer erfolgreichen Berufsausbildung verfügen.

Durch das neue dreijährige Ausbildungskonzept erfolgt die Bewerbung direkt beim Träger der Ausbildung. Hier wird dann, ähnlich der Krankenpflegeausbildung, in einem Ausbildungsvertrag die Höhe der Vergütung, Urlaubsanspruch, Ausbildungsinhalte usw. geregelt. Welche Rettungsdienste jedoch ausbilden werden, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Ja, die Qualifizierung zum Rettungssanitäter ist von dem neuen Ausbildungsberuf nicht beeinträchtigt. Im Gegensatz zum Rettungsassistenten und dem Notfallsanitäter handelt es sich hierbei um keine bundeseinheitliche Ausbildungs- und Prüfungsverordnung. Besonders zur Überbrückung von Wartezeiten auf einen Studienplatz ist diese sehr kurze Ausbildung (etwa 4 Monate) also weiterhin sehr gut geeignet.

Für alle ausgebildeten Rettungsassistenten gibt es eine Übergangszeit. Innerhalb einer Frist bis zum 31.12.2020 kann die Prüfung zum Notfallsanitäter erfolgen. Ob eine vorherige Nachschulung als Zugangsvoraussetzung nötig ist, richtet sich nach der Berufserfahrung. Bei mindestens 5-jähriger beruflicher Tätigkeit als Rettungsassistent ist lediglich eine staatliche Ergänzungsprüfung erforderlich. Mit mindestens 3 Jahren beruflicher Tätigkeit sind 480 Stunden Nachschulung vor der staatlichen Ergänzungsprüfung erforderlich, bei weniger als 3 Jahren als Rettungsassistent sind es 960 Stunden Nachschulung und die Ergänzungsprüfung.

Grundsätzlich besteht jedoch keine Verpflichtung zur Nachschulung. Rettungsassistent bleibt Rettungsassistent - über die Einsetzbarkeit entscheiden die Rettungsdienstgesetze der Länder in der Regel mit mehrjährigen Übergangsfristen; in NRW ist dies z. B. bis 31.12.2026 möglich.