Vollzeitlehrgang zum Praxisanleiter

Die Fortbildung hat zwei Themenschwerpunkte, die methodisch und or­ganisatorisch unterschiedlich gehandhabt werden, sich beide aber über die gesamte Modullaufzeit erstrecken.

Teil 1 – Lernprozessbegleitung:

Dieser Teil wird in der Form behandelt, dass die Elemente der Lern­pro­zessbegleitung in den Seminaren Schritt für Schritt be­han­delt und begleitet werden. In der Selbstlernzeit zwischen den Seminaren sol­len die einzelnen Schritte durchgeführt und ge­übt werden. Am En­de der Weiterbildung hat so jeder Teil­neh­mer mindestens eine kom­plette Lernbegleitung praktisch durch­geführt, die er ent­spre­chend dokumentieren und prä­sen­tie­ren muss.

Teil 2 – Projektarbeit:

Teil 2 wird in freier Projektform behandelt. Jeder Teilnehmer wählt ei­ne kritische Situation mit seinen Lernenden aus, die ihm am Her­zen liegt und ihm Sorgen macht. Das können voll­kom­men ver­schie­de­ne Situationen sein – von der Tatsache, dass ein Lernender von den anderen gemobbt wird oder je­mand die Ausbildung abbrechen möch­te bis zu Konflikten zwi­schen Lernenden unterschiedlicher Na­tio­nalität oder Dro­gen­pro­blemen einzelner. Jeder Teilnehmer nimmt sich vor, bis zum Ende des Moduls diese kritische Situation gelöst zu ha­ben oder zumindest einen entscheidenden Schritt weiter­ge­kom­men zu sein. Hilfen sind dabei die reichhaltigen Teil­neh­mer­un­ter­lagen, ein Leitfaden zum Vorgehen, eine eigens ein­ge­richtete „Be­ratungsgruppe“ aus Teilnehmern, die Mög­lich­keit, zu jedem Se­mi­nar Fragen und Probleme anzumelden, und schließlich die in­di­vi­du­elle Begleitung durch den Lern­be­glei­ter des Moduls. Im Übrigen soll dieses Projekt selbständig be­arbeitet werden, ohne dass Zwi­schen­präsentationen o.ä. vor­gesehen sind. Ab dem 4. Seminar wer­den die Projekte des Teils 2 wer­den in Form von Lern­einheiten für die ganze Lerngruppe prä­sen­tiert.

Folgende Themen werden behandelt:
  • Organisation und Planung von beruflichen Bildungsprozessen
  • Gewinnung, Eignungsfeststellung und Auswahl von Bewerbern
  • Bewertung von Leistung sowie Prüfung und Prüfungsgestaltung
  • Beurteilungen
  • Arbeitszeugnisse erstellen
  • Qualitätssicherung von Bildungsprozessen
Zielgruppen / Voraussetzungen

Aktiv tätige Rettungsassistenten bzw. Notfallsanitäter mit min­des­tens zweijähriger Berufserfahrung.